Jury VFF-Dokumentarfilm-Produktionspreis 2025


Gerade der Prozess der Entstehung eines Dokumentarfilms ist schwer planbar und bringt oft große Unsicherheiten mit sich. Dabei beweisen Produzent*innen immer wieder großen Mut und zeigen bei Projektentwicklung und Filmfinanzierung besondere Kreativität und hohes Engagement. Mit der Verleihung des VFF Dokumentarfilm-Produktionspreises beim DOK.fest München würdigen wir den leidenschaftlichen Einsatz und die Rolle der Produzent*innen bei der Entwicklung aktueller Kinodokumentarfilm-Projekte.

Gestiftet wird der Preis von der VFF Verwertungsgesellschaft der Film und Fernsehproduzenten mbH, er ist mit 7.500 Euro dotiert und einmalig in Deutschland. 2025 wird der Preis beim DOK.fest München zum achten Mal verliehen.

 

Nicole Leykauf

Produzentin und Geschäftsführerin von Leykauf Film

1996 gründete Nicole Leykauf die Leykauf Film GmbH & Co KG. Leykauf Film ist immer bewusst eine kleine Firma geblieben, so dass Nicole Leykauf sich auf die einzelnen Projekte konzentrieren kann. Sie arbeitet gerne abwechselnd mit erfahrenen Filmemacher*innen und Filmhochschulabsolvent*innen. Ihre Leidenschaft gilt dem visuell ansprechenden Kino-Dokumentarfilm. Seit 2007 ist sie Mitglied der Deutschen Filmakademie und seit 2023 Honorarprofessorin der HFF München. Gelegentlich arbeitet sie in Gremien, um das Ansehen des Dokumentarfilms zu stärken.

© Dirk Ostermeier

 

Thomas Frickel

Autor, Regisseur und Produzent

Nach einem Studium der Germanistik, Publizistik und Soziologie in Mainz war Frickel mehrere Jahre lang freiberuflicher Journalist mit den Arbeitsschwerpunkten Kulturberichterstattung und historische Reportage. Seit 1968 arbeitet er im Filmbereich. Seit 1986 ist Frickel als Vorsitzender und Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm (mitgliederstärkster Verband für den unabhängigen Film in Deutschland) in verschiedenen film- und kulturpolitischen Funktionen tätig – zum Beispiel im Verwaltungsrat und Präsidium der Filmförderungsanstalt FFA, in Verwaltungsrat der VG Bild-Kunst, als Delegierter der Wahrnehmungsberechtigten in der VG Wort, im Beirat der VFF und der Künstlersozialkasse etc. Mehrere Jahre lang war er Sprecher der Sektion Film/Medien des „Deutschen Kulturrats“. Außerdem war Frickel Mitbegründer und bis 1999 Vorstandsmitglied des Europäischen Dokumentarfilm-Netzwerks EDN. Er ist Autor, Regisseur und Produzent zahlreicher kurzer und programmfüllender Dokumentarfilme.

 

Oliver Stoltz

Produzent

Oliver Stoltz ist seit 25 Jahren Produzent von Spiel- und Dokumentarfilmen, vor allem in Kriegs- und Krisengenbieten weltweit. Er gewann den Deutschen Filmpreis für den Dokumentarfilm LOST CHILDREN und für den Kinderfilm LEROY, den Grimme Preis für den Dokumentarfilm THE GREEN WAVE. Zuletzt entstanden vier Dokumentarfilme über den Untergang der Demokratie: WE HOLD THE LINE über die Friedensnobelpreisträgern Maria Ressa – Winner CPH Dox, THIS STOLEN COUNTRY OF MINE über den ermordeten Präsidentschaftskandidaten Fernando Villavicencio in Ecuador, TANJA über die gleichnamige holländische Anführerin der FARC in Kolumbien und jetzt COUNTRY OF LOST CHILDREN. Mit Dreamer Joint Venture produziert Oliver Stoltz alle seine Filme. Dreamer hat viele Koproduktionen mit europäischen Sendern und Koproduzenten, aber auch 5 Filme in afrikanischen Ländern produziert. Derzeit wird ein Puppenkinderfilm und eine Spielfilm-Koproduktion mit NZ vorbereitet.